Schönheit dank Brotzeit

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  Brot macht schön !

Schönheit, die vom Bäcker kommt und schmeckt? Dies ist eine Tatsache, denn unsere Brot- und Brötchenvielfalt ist nicht nur schön anzusehen, sondern macht aufgrund der natürlichen Inhaltsstoffe von Getreide, Mehl und Brot auch schön, wie die Wissenschaft bestätigt.

Die Ernährungswissenschaftlerin Birgitta Tummel nennt gute Gründe, die für den Verzehr von Brot und Brötchen sprechen.

 
 

Die Diplom - Ernährungswissenschaftlerin Birgitta Tummel hat sich mit dem Zusammenhang zwischen der Ernährung und den Faktoren, die in Wesentlichen für unseren Schönheitsbegriff maßgeblich sind, auseinandergesetzt und ist dabei auf einige bemerkenswerte Argumente gestoßen, die belegen, dass Brot und Brötchen hierbei eine wichtige Rolle spielen können.

„Beautystoff “ aus dem Brotkorb

Die Haut ist nicht  nur ein Spiegelbild der Seele, sondern auch der Nährstoffversorgung des Körpers. Wenn die Haare stumpf sind, die Haut juckt oder schuppt und sie Fingernägel scheinbar grundlos abbrechen, sind dies häufig erste Zeichen eines Vitamin- oder Mineralstoffmangels. Die Kosmetikindustrie hat dies auch schon erkannt und bietet Haarkuren oder Pflegecremes mit Vitaminzusätzen an. Wahre Schönheit kommt aber bekanntlich von innen: Eine vita­min- und mineralstoffreiche  Ernährung ist deshalb die beste Schönheitspflege.

Brot und Brötchen sind eine besonders gute Quelle für natürliche „Beautystoffe “ denn kaum ein anderes Lebensmittel enthält Vitamine und Mineralstoffe in einer so ausgewogenen Kombination Zu den Schönheitsvitaminen gehören insbesondere die B-Vitamine, aber auch Vitamin E als Antioxidans. Eine ausreichende Versorgung mit den Spuren­elementen Eisen, Zink und Kupfer trägt zusätzlich zur Er­haltung der natürlichen Schönheit hei.      

Eine einseitige Ernährung macht sich auf Dauer nicht nur durch Befindlichkeitsstörun­gen bemerkbar, sondern hinterlässt auch Spuren auf der Haut. Probleme wie trockene oder sensible Haut, Ausschlag und Juckreiz sind häufig erste Anzeichen einer unzureichenden Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen. Besonders die Vitamine der B-Gruppe sind entscheidend, wenn es um ein ausgeglichenes Hautbild geht:

- Biotin kurbelt den Stoffwechsel an und versorgt die Haut mit Aufbaustoffen.

- Als Bestandteil von Enzymen stellt Niacin Energie für die Zellerneuerung zur Verfügung.

- Pantothensäure hilft hei der Heilung kleiner Wunden und sorgt für die Feuchtigkeitsregulierung in der Haut.

Brot und Brötchen gehören zu den besten natürlichen Lieferanten für diese Vitamine: Schon vier Scheiben Brot pro Tag decken 20% des menschlichen Tagesbedarfs an Biotin, mehr als ein Viertel der empfohlenen Zufuhr an Pantothensäure und fast 40% der Niacinzufuhr. Besonders Vollkornbrote aus Roggen gehören zu den Lebensmitteln, die besonders reich an Vitamin F sind. In zwei Scheiben ä fünfzig Gramm sind schon 10% der empfohlenen Zufuhr enthalten. Vitamin E gilt als „ Schadensbegrenzer und Leibwächter“ der Hautzellen, neutralisiert Zellschädigende Stoffwechselprodukte und beugt damit der Hautalterung vor.

Elementare Kräfte für die Haut

Neben diesen Vitaminen spielt vor allem das Spurenelement Kupfer eine wichtige Rolle für die Schönheit der Haut. Es för­dert die Bildung der Hautbestandteile Collagen und Elastin und damit die Festigkeit und Elastizität der Haut. Es verleiht der Haut darüber hinaus ein strahlend faltenloses, jugendliches Aussehen. Mit zwei Scheiben Roggenvollkornbrot lassen sich beispielsweise schon 20% des Bedarfs an diesem Spurenelement decken. Ähnlich wie die Haut sind auch die Haare auf 8-Vitamine angewiesen. Eine gute Vitaminversorgung zeigt sich deshalb in glänzenden Haaren mit gesun­der Spannkraft. Wenn Haare jedoch abbre­chen oder an der Wurzel ausfallen, kann dies ein Zeichen für einen Mangel an Biotin oder dem Spurenelement Zink sein. Getreide, Mehl und Brot sind auch hier eine ausgezeichnete Nährstoffquelle. Schöne Fingernägel sollen glatt und kräftig sein. Gibt es im Körper Mangelerscheinungen, brechen die Fingernägel dage­gen ab und reißen ein, Auch zurückliegende Ernährungsde­fizite sind oft noch lange zu be­obachten , denn pro Woche wächst ein Fingernagel nur etwa einen Millimeter. Brüchi­ge Nägel können Hinweise auf eilen Eisen- oder Biotinmangel liefern. Die wichtigsten pflanzlichen Eisenlieferanten in der Ernährung sind wieder Brot und Brötchen: Schon 100 Gramm enthalten bis zu 20% des Tagsbedarfs. Im Übrigen sorgt die Sauerteiggärung beim Roggenbrot dafür, dass der Körper das Eisen besonders gut ausnutzen kann. Durch die Vielzahl der in Brot und Brötchen enthaltenen Nährstoffe lässt sich allein damit schon ein großer Teil des täglichen Bedarfs an Vitaminen und Mineralstoffen für Schönheit und Gesundheit decken.

Deutsche Brotvielfalt: Ist schön, macht schön

Noch schöner ist, dass Brot außerdem nie langweilig wird, denn in Deutschlands Handwerkshäckereien gibt es mehr als dreihundert verschiedene Sorten zur Auswahl. Und am schönsten: Mit abwechslungsreichen Belagvariationen ergeben sich unzählige Geschmacks-Kombinationen für die „natürliche Schönheit von innen“.

 
     
     
 

Nach den ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen hat die GMF - Versuchsküche ein Rezept ausgetüftelt, in dem besonders viele „Beautystoffe lecker kombiniert sind.

Zutaten (für 4 Personen):
• 400g TK Erbsen
• 2TL Weizenkeime
• Salz
• frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
• 1 Roggenstange mit Zwiebeln 500 g
• 80g Emmentaler
• 40 g Walnusshälften
• Knoblauchzehen
• 40 g Butter

Pro Person ~ kcaI/2 26o kj

 

Zubereitung:
Die Erbsen nach Packungsanweisung garen und pürieren.
Die Weizenkeime unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Zwiebelbrot pro Person in sechs Stücke schneiden. Das abgekühlte Erbsenpüree auf die Brotscheiben verteilen und mit grob geraspeltem Käse bestreuen. In die Mitte jeder Scheibe eine Walnusshälfte drücken und die Brote im vorgeheizten Backofen bei 22o °C 10 Minuten überbacken. In der Zwischenzeit die Knoblauchzehen pellen, in dünne Scheiben schneiden und in der Butter gold-braun rösten. Die Brote mit der Knoblauchbutter beträufeln und lauwarm servieren.

 
  Info: Mehr Tipps gibt es unter http://www.gmf-info.de  
 

 gesehen im BÄKO - Magazin 12/2002

 
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Stand: 14. October 2003

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